Marcel Steiner gewinnt Mickhausen 2012

Eine Regenschlacht der Extraklasse war das Bergrennen in Mickhausen im Landkreis Augsburg am Wochenende. Rund 220 Fahrer aus elf Nationen und etwa 15 000 Zuschauer waren in die idyllischen Stauden gekommen und erlebten zunächst einen herrlichen Trainingstag am Samstag mit drei Läufen. Sie waren allerdings überschattet von mehreren Unfällen, die aber alle glimpflich verliefen. Der Wechsel zwischen trockener und nasser Strecke auf den 2200 Metern mit 79 Metern Höhenunterschied teilweise durch lichtdurchfluteten Wald bereitete den Piloten einige Probleme. Mit 48,652 Sekunden jagte der Vorjahressieger und Streckenrekordhalter Simone Faggioli auf Osella FA 30 am schnellsten den Berg hoch. Nicht einmal um drei Zehntel musste sich Herausforderer Marcel Steiner auf dem gleichen Fahrzeugtyp geschlagen geben. Heftige Windböen, platzregenartige Schauer, Dauerregen, Aquaplaning, Öl von defekten Fahrzeugen und immer wieder Laub auf der Strecke waren dann die Probleme, mit denen die Fahrer am Sonntag zu kämpfen hatten. Wie erwartet gab es reihenweise meist harmlose Leitplankenrempler und Ausflüge ins Grüne, die den Zeitplan allerdings kräftig durcheinanderwirbelten. Statt der vier vorgesehenen Läufe gelangen nur zwei, obwohl die Hilfskräfte perfekt funktionierten. Schon im Vorfeld hatte Marcel Steiner, der 2010 den Sieg in Mickhausen feiern durfte, dem Europameister aus Italien den Kampf angesagt. Wie ernst er das gemeint hatte, das bewies er nicht nur am Samstag, sondern vor allem am Sonntag. Denn der Schweizer zauberte einen ersten Lauf hin, der die Zuschauer in heftiges Staunen versetzte. Steiner (1:01,831 Minuten) nahm Faggioli knapp drei Sekunden auf der regennassen, kurvigen Strecke ab. Und auch im entscheidenden zweiten, noch schnelleren Lauf setze sich der Schweizer durch (58,008 Sekunden), wenn auch nur mit etwas mehr als einer Sekunde. Somit wurde Steiner Gesamtsieger von Mickhausen, doch Faggioli bleibt Streckenrekordhalter mit 46,903 Sekunden.
Ergebnisse 1. Steiner auf Osella Fa 30 (1:59,839 Minuten) 2. Faggioli auf Osella FA 30 (2:03,632 Minuten) 3. Berguerand auf Lola FA 99 (2:08,428 Minuten) |