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Geschrieben von: Administrator   
Montag, den 05. Oktober 2009 um 14:13 Uhr

Keiner ist schneller als Lionel Regal

Mehr Zuschauer als je zuvor (rund 24 000), neue Streckenrekorde, weniger Unfälle und noch besseres Wetter als im vergangenen Jahr - die Rekorde und Superlative jagten sich gegenseitig beim 29. Bergrennen von Mickhausen, dem neunten, das der ASC Bobingen veranstaltete.

Das Urteil der Zuschauer, der Beobachter der Motorsportbehörden, der Teams und des Vereins selbst war eindeutig: eine tolle Veranstaltung ohne Probleme. Diese großartige Stimmung wirkte sich auch auf die Zeiten der Läufe aus. Vier Trainingsläufe am Samstag und vier Rennläufe am Sonntag, das konnte nur klappen, weil alles ohne große Zwischenfälle ablief. Natürlich gab es den ein oder anderen Ausrutscher in die Wiese oder an die Leitplanke, weil die Fahrer ihren Rennmaschinen ein wenig viel zugemutet hatten, schwere Unfälle oder gar Verletze gab es aber nicht.

Und weil auch die Streckenverhältnisse hervorragend waren, zeichnete sich schon am Samstag ab, dass fantastische Zeiten für Sonntag erwartet werden könnten.

Vom straßenzugelassenen Wagen für etwa 10 000 Euro bis zum Rennboliden mit über 800 PS und einem Schätzwert von bis zu einer Million - die Fahrer trieben ihre fahrbaren Untersätze, an denen ihr ganzes Herz hängt, zu Höchstleitungen auf der herrlichen 2200 Meter langen Strecke mit faszinierenden Kurven an.

Natürlich hatten die Zuschauer schnell ihre Publikumslieblinge gefunden: die beiden heiß umgebauten kleinen, bulligen, schrillen Steyr Puchs, den pfeilschnellen Risse-Kadett von Holger Hovemann, den hellblauen Porsche von Herbert Stolz, den Lancia Delta Integrale von Norbert Handa und natürlich die bärenstarken Renngeräte von Georg Plasa ((BMW 230 V8 Judd) und Reto Meisel (Mercedes 190 V8 Judd) mit ihren ehemaligen Formel-1-Triebwerken. Alle diese Renngeräte haben mit dem ursprünglichen Fahrzeug beinahe nur noch den Namen des Herstellers gemein. Alles andere ist in viel Handbarbeit umgebaut, verfeinert, optimiert.

Der absolute Star der Veranstaltung waren aber Lionel Regal und sein Reynard mit über 550 PS. Er ist der Einzige, der bisher viermal das Bergrennen von Mickhausen dominierte. Der fünfte Gesamtsieg sollte her, nachdem er ihn vergangenes Jahr Jörg Weidinger wegen eines schleichenden Plattfußes opfern musste. Spätestens nach den Trainingsläufen war klar, dass er heuer seine Vormachtstellung behaupten wollte, denn die Mütze mit dem 5. Sieg war bereits gestickt. Und auch bei den vier Rennläufen konnte ihm keiner das Wasser reichen. Fehlerfrei, sicher und pfeilschnell jagte er den Berg hoch.

Marcel Steiner und Jörg Weidinger setzten alles auf eine Karte, um ihn noch abzufangen. Doch der Franzose war am gestrigen Sonntag einfach nicht zu schlagen. Er verbesserte seine Zeit von Fahrt zu Fahrt und verfehlte in der letzten nur ganz knapp seinen eigenen Streckenrekord (48,896 Sekunden), fuhr aber trotzdem die absolute Tagesbestzeit am Sonntag (48,980 Sekunden). Da war der Jubel bei der Siegerehrung natürlich riesig, nicht nur von Regal, sondern auch von den tausenden von Zuschauern, die sie in Startbereich verfolgten.

Das Zehnte ist schon in Planung

„Es war eine fantastische Veranstaltung“, strahlte Michael Kanth, der neue Vorsitzende des ASC, der schon jetzt mit seinem Team und den rund 500 Helfern für das kommende Mickhauser Bergrennen zu planen beginnt, das Zehnte unter der Regie seines Vereins. Da lassen wir uns etwas Besonders einfallen.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 05. Oktober 2009 um 14:13 Uhr