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Überraschung in Mickhausen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, den 29. September 2008 um 09:41 Uhr

Überraschung in Mickhausen

Spannung pur herrschte beim 28. ADAC Bergrennen in Mickhausen. Noch nie gab es so viele Unfälle an den beiden Tagen. Noch nie entwickelte sich das Rennen so überraschend. Noch nie war das Wetter so kontrastreich zwischen beinahe Schneefall und strahlendem Sonnenschein. Während es am Samstag regnete, graupelte, kalt, ungemütlich für die Zuschauer und zusätzlich wegen der nassen und schmierigen Straßenverhältnisse gefährlich für die Rennfahrer war, zeigte sich der Sonntag von seiner besten Seite: Goldener Oktober. Allerdings blieb die Strecke noch immer teilweise feucht.

Der Samstag war der Tag des Andreas Gabat. Während die meisten anderen Fahrer viel Mühe hatten, ihre 800 und mehr PS auf die Straße zu bringen und das Fahrzeug ohn auszubrechen durch die Kurven zu manövrieren, jagte er seinen Ford Gabat Cosworth dank aller denkbaren Hilfstechnik wie am Schnürchen gezogen die schwierige 2,2 Kilometer lange Strecke hoch und fuhr eine für andere unerreichbare Zeit von 1.05,964 Minuten. Da konnten selbst so erfahrene Piloten wie Georg Plasa mit seinem BMW 320 Judd und Fausto Bormolini mit seinem Reynard, beide hatten einen Dreher im Tierhold-Karussell, nur neidvoll zuschauen.

Völlig anders, aber auch überraschend, lief es dann am Sonntag. Gabat schaffte es trotz seiner 830 PS nicht mehr, an die Spitzenzeiten heranzufahren und musste sich am Ende mit Gesamtplatz elf begnügen. Alle glaubten, jetzt würde die Zeit des viermaligen Mickhausen-Gewinners Lionel Regal und seines Formel 3-Reynards kommen. Doch der Europäische Bergmeister 2008 musste sich am Ende mit Platz drei begnügen. Der Platz an der Sonne ging aber nicht seinen schärfsten Konkurrenten und Vorjahresgesamtsieger Fausto Bormolini, er konnte am Sonntag zum Rennen nicht mehr antreten, sondern an Jörg Weidinger mit seinem Osella BMW. Und damit nicht genug. Auch Rang zwei ging an einen Mann aus der Rennsportfahrzeugklasse E2. Die Rennkommentatoren und eingefleischten Fans konnten es gar nicht glauben. Regal nahm die Niederlage gelassen und gratulierte bei der Siegerehrung vor Tausenden von Zuschauern den beiden Spitzenfahrern, besonders Weidinger, denn der fuhr nicht nur die schnellste Zeit des Tages, sondern auch den Gesamtsieg ein.

Begeistert von den beiden Tagen waren nicht nur die Zuschauer und Fahrer, sondern auch der ASC: „Es war einfach toll, wie alle wieder mitgezogen haben: die über 500 Helfer, die Bürger, die Grundstücksbesitzer, unsere Mitglieder. Nach diesem schönen Erfolg hoffen wir, auch 2009 wieder ein Bergrennen veranstalten zu können“, meinte der Vorsitzende Robert Andratzek nach der Siegerehrung.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 20. Oktober 2008 um 07:22 Uhr